Krypto-Lending bezeichnet eine der wichtigsten Säulen des dezentralisierten Finanzsystems (Decentralized Finance oder kurz DeFi). Was Banken als Mittelsmänner ökonomisch seit Jahrhunderten abwickeln, wird durch einen Algorithmus ersetzt.

Die historisch grundlegende Funktion von Banken ist das Kreditgeschäft. DeFi-Protokolle wie Aave und Compound stellen der globalen Community dezentrale Lending-Funktionen zur Verfügung. Diese Protokolle basieren auf einem Algorithmus, der es Nutzern ermöglicht, bestimmte Krypto-Assets gegen Zinsen zu verleihen. Nutzer können sich auch Krypto-Assets leihen, wenn sie die dafür nötigen Sicherheiten hinterlegen.

Die erzielbaren Zinssätze sind mit jenen am traditionellen Finanzmarkt nicht mehr vergleichbar. Statt Negativzinsen sind Zinsversprechen von 5-10% möglich. Berechnet werden diese Werte so, als würden sie für ein Jahr gelten. Laut der Analyseplattform Defi Pulse sind im Juni 2021 bereits 55 Milliarden Euro in DeFi-Protokollen angelegt. Entsprechend entwickelte sich auch der Kurs der Protokoll-Token Aave und Compound. Der Wert von Aave hat sich beispielsweise innerhalb eines Jahres versiebenfacht.

In der DeFi-Welt gilt das Krypto-Lending als ein Basis-Lego-Stein. Vergleichbar mit dem Bank- und Kreditwesen im traditionellen Finanz- und Kapitalmarkt. Krypto-Lending ist eine Dienstleistung, auf die viele weitere DeFi-Dienstleistungen aufbauen werden.

Damit entsteht ein neues „Bankensystem“, das viele Regulatoren als „Schattensystem“ bezeichnen. Die Risiken für Anleger sind groß. Ebenso das Potential für zukünftige Entwicklungen.

 

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Quellen: DeFi Pulse